Fahrland

...der Mittelpunkt Brandenburgs am Rand der Döberitzer Heide

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  • Seit dem 01.03.2017 hat der Ortsteil Fahrland nach jahrelangem Gezerre nun endlich wieder eine eigene Kassenarztpraxis. Frau Dr. Finger hat ihre Praxis von Marquardt nach Fahrland in die von-Stechow-Sraße 6 um verlegt.

250. Geburtstag Friedrich Wilhelm August Schmidt genannt Schmidt von Werneuchen

Am 23. März 1764, also vor 250 Jahren, wurde im alten Pfarrhaus in Fahrland Friedrich Wilhelm August Schmidt geboren.

Er war eines von fünf Kindern des dort seit 1751 tätigen Pfarrers Bernhard Daniel Schmidt.
Anlässlich dieses Jubiläums wurde am 7. Juni 2014 im Rathaus der Stadt Werneuchen in Anwesenheit der Brandenburgischen Kulturministerin Sabine Kunst im Anschluss an einen Festgottesdienst eine Gedenkausstellung eröffnet. Nach der Ausstellungseröffnung wurde ein Stadtfest gefeiert. Aus Fahrland nahm daran eine kleine Delegation unter Leitung des Ortsvorstehers Claus Wartenberg teil. Die Fahrländer legten am Grab des „Sandpoeten“ ein Blumengebinde nieder. Obwohl seitens der Stadt Potsdam keine Grund für eine Würdigung diese Jubiläums gesehen wird, ist geplant, Teile der Ausstellung aus Werneuchen in der Fahrländer Kirche zu präsentieren.
Am 14. September 2014 soll diese Ausstellung um 16:00 Uhr eröffnet werden, anschließend wird es ab 17:00 Uhr einen literarisch-musikalischen Streifzug durch das Schaffen dieses Lyrikers, gestaltet von dem Schauspieler Hans-Jochen Röhrig und Prof. Knut Kiesant, geben. Die Ausstellung kann dann am 20. September im Rahmen des Erntedankfestes in Fahrland und nach Voranmeldung bis zum 4. Oktober 2014 besichtigt werden.
Friedrich Wilhelm August Schmidt hat Fahrland nach dem Tod des Vaters im 9.Lebensjahr verlassen müssen. Nach Schulausbildung in Berlin und Theologiestudium in Halle war er dann 43 Jahre lang Gemeindepfarrer in Werneuchen. Er war zweimal verheiratet und wurde nur von zwei seiner fünf Kinder überlebt. Zwei Jahre vor seinem Tod am 26. April 1838 konnte er in Werneuchen sein 50 jähriges Amtsjubiläum feiern. Zwischen 1796 und 1815 veröffentlichte er sieben Bände mit Lyrik und seine Gedichte wurden in zahlreichen Publikationen abgedruckt, denn sie wurden offenbar gerne gelesen und waren sehr beliebt. Seinen berühmten Dichterkollegen galten sie als profan, da sie sich mit dem einfachen geruhsamen Leben auf dem Lande befassten und so schrieb Goethe auf ihn das Spottgedicht „Musen und Grazien in der Mark“. Später anerkannte er aber dessen zu ehrendes Verdienst als Poeten. Theodor Fontane gab ihm den Namen Sandpoet und setzte ihm in seinem Roman „Vor dem Sturm“ und im Spreeland-Band im Kapitel Werneuchen sowie im Kapitel über Fahrland im Band Havelland der „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ ein bleibendes literarisches Denkmal. In Werneuchen hat man eine Straße nach ihm benannt und auch in Fahrland wird es nach der Beschlussfassung des Ortsbeirates am 21.08.2013 demnächst im neuen Wohngebiet „Am Upstallgraben“ einen Schmidtweg geben.

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